So leben und lernen unsere Schüler:

Sarah-Maria Schladerer, besucht die 6. Klasse:

"Ich sitze an einem ausziehbaren Holztisch, auf dem sich Schulbücher, Blätter, ein Telefon und noch andere Sachen befinden. Auf dem Tisch steht auch ein Glas, in dem sich eine Duftkerze versteckt. Dieses Glas wir verziert mit einem Hasen, der eine, für seine Verhältnisse große, magentafarbene Brille trägt. Wenn ich meinen Kopf circa 90 Grad nach recht drehe, sehe ich den blauen, wolkenverhangenen, wunderschönen Himmel. Ein Aufkleber mit dem Wort Harmonie klebt am Fenster. Es sieht von meinem Platz aus, als ob e an den Himmel geschrieben wurde. Wenn mein Blick weiter runter fällt, ist da das Dach des Nachbarhauses zu sehen. Im Hintergrund gibt es viele Bäume und ich kann den Rhein erkennen. Mit noch stärkerem geweitetem Blick kann ich das Elsass und die Vogesen bestaunen. Diesen schönen Anblick kann ich durch vier verschiedenen Perspektiven und Fenster sehen."


Anna Ruf, besucht die 10. Klasse:

"Zurzeit geht es mir und meiner Familie gut. Durch die Unterstützung meiner Lehrer und meiner Eltern habe ich ein sicheres Gefühl, wenn ich an die Prüfungen denke. Ich lerne derzeit in unserem Arbeitszimmer. Dort habe ich mir ein Regal mit all meinen Schulsachen eingerichtet. Zum Lernen benutze ich die Pauker, die unsere Lehrer uns empfohlen haben. Ebenfalls nehme ich unsere Bücher und das Kompendium, das wir erarbeitet haben. Wir haben mit unserer Englischlehrerin digitale Sprechstunden in den wir die Prüfungen der letzten Jahre besprechen und Fragen klären. Diese Möglichkeit haben wir auch bei unserem Mathelehrer, der für uns telefonisch erreichbar ist. Unserer Deutschlehrerin können wir jederzeit eine Mail schreiben. Es versuchen alle uns die bestmögliche Hilfe zu bieten die in dieser Zeit möglich ist. Sie haben uns, bevor die Schule geschlossen wurde, erklärt was wir lernen sollen und wie und wo wir uns bei ihnen melden können. Unser Klassenlehrer hält uns auf dem Laufenden was in Bezug auf die Prüfungen beschlossen wurde. Das Lernen bei mir zu Hause war zu Beginn noch ein wenig unkoordiniert. Die Zeit momentan fühlt sich mehr nach Ferien an als Prüfungsvorbereitung. Ich bearbeite die Wochenaufgaben und versuche auch noch mehr darüber hinaus zu machen. Mein Tag läuft eigentlich immer gleich ab ich stehe auf, Esse etwas, schaue dann welche Aufgaben ich noch zu tun habe und fange an zu arbeiten, mittags mache ich eine Pause und dann arbeite ich nochmal ein Bisschen weiter. Mir fehlen meine Freunde in dieser Zeit.“


Linus Willi, besucht die 5. Klasse:

„Eigentlich geht es mir ganz gut. Man hat jetzt mehr Freiheiten, muss aber trotzdem die Aufgaben machen. Was mir fehlt sind die Treffen mit meinen Freunden und die Aktivs und der Sportunterricht (sehr). Momentan lerne ich mit meiner Schwester am Esstisch, denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Das klappt auch ziemlich gut. Bei Schwierigkeiten frage ich meine Mutter, meinen Vater, oder ich schreibe eine E-Mail an meine Lehrter. Im schlimmsten Fall kann ich auch noch das Internet befragen. Spaß macht mir die freie Einteilung der Unterrichtsfächer. Auch toll ist, dass wir nicht nur Mathe, Deutsch und Englisch haben, sondern auch Musik- Geografie- oder Kunstaufgaben. Schwierig ist es aber schon, keinen Kontakt zu Freunden oder Klassenkameraden zu haben. Von meinen Lehrerinnen habe ich eine Postkarte bekommen, darüber haben meine Familie und ich uns sehr gefreut.“


Jana Müller, besucht die 6. Klasse:

„Jetzt arbeite ich arbeite an meinem Schreibtisch in meinem Zimmer. Ich fange unter der Woche meistens um 9 Uhr an und dann arbeite ich mit einer kurzen Pause bis etwa 11 Uhr. Ich mache jeden Tag mindestens 2 Fächer. Kunst und Musik mache ich eher freitags oder donnerstags, da man den Kopf nicht anstrengen muss. Ich telefoniere per Video-Anruf auch gerne mit meinen Freunden, um mich auf andere Gedanken zu bringen. Da wir gerade zwei kleine Ziegen im Haus haben, müssen wir sie auch füttern und mit ihnen spielen. Bei schönem Wetter, gehen wir raus um Inliner oder Fahrrad zu fahren. Da jetzt auch der Sportverein ausfällt, tanze ich eben zuhause. Wenn man in mein Zimmer schaut, glaubt man, es hat eine Bombe eingeschlagen, so unaufgeräumt ist es. Falls ich viel Zeit übrig habe räume ich mein Zimmer auf. (Das passiert aber nur im äußersten Notfall, oder nie.) Manchmal habe ich nichts Besseres zu tun, dann backe ich Muffins oder Kuchen oder auch andere Sachen.“


Lilly, besucht die 7. Klasse:

"This is my workplace. In the first picture you can see my writing desk, there I do my homework. Sometimes when I don´t make homeschooling, I look out of the window and have a daydream! I dream about school and that corona goes by very fast! I like my workplace a lot and when I can´t concentrate anymore I play with my dog and with my cat, because I love my pets. You can also see them in the pictures. I can´t visit my friends and that is bad, but I can call my friends, that makes me happy. Greetings from Bad Bellingen and have a nice day."


Moritz Artz, besucht die 6. Klasse:

"Mein Arbeitsplatz zuhause ist ein großer Tisch im Wohnzimmer, den ich mir mit meinem kleinen Bruder teile, mit Blick auf die Kirchturmuhr. Rechts und links von mir liegen mehrere Stapel Papier, das sind die Lernjobs dieser Woche und die Blätter meines Bruders. Allerdings bin ich gerade dabei, damit rüber in mein Zimmer zu ziehen, um mehr Platz zum Arbeiten zu haben. Einen Meter entfernt von mir steht der Drucker. Dort drucke ich die Lernjobs der Woche aus. Aber eigentlich habe ich gerade zwei Arbeitsplätze: Manchmal setze ich mich auch in mein Zimmer, zum Beispiel, wenn mein kleiner Bruder im Wohnzimmer Fernsehen guckt oder mein anderer kleiner Bruder mich nervt. Dort sitze ich an einem weißen Schreibtisch auf einem grünen runden Stuhl: mit Blick auf meine Legostadt. Einen Namen für die Stadt habe ich leider noch nicht gefunden. Die Stadt ist noch nicht fertig - das ist mein Projekt, wenn ich mal eine Pause vom Lernen brauche."

 

Lisha, besucht die 7. Klasse:

"Hello everyone,

this is my desk. This is how it looks when I am learning. There are school things, a pencil case, folders, books and exercise books on my desk. In front of me is hanging a magnetic board for important notes. On the right side there are two patio doors with white curtains. My desk is standing opposite from my loft bed on the wall. I find the place where I work very good because I always have daylight. But I think it is stupid because I don’t have a desk lamp at the moment. If I want to take a break, I can sit and relax on my couch under my loft bed. To the left of my desk, there is a small cupboard and my cat Rudi always sleeps on it in a cat basket. Over the small cupboard is hanging a nice picture frame with photos from my family and my friends.

Homeschooling is different than usual. In the school you have teachers who you can ask directly and at home you are sometimes on your own. I work at least three hours a day, from 9 o’clock to 12 o’clock. I think the times are really good because I get along great with the tasks. On Thursday I check the tasks with my mom so that I can send them fully and in a controlled manner on Friday. The good thing of homeschooling is that I learn to be independent. But I think it’s a shame and I feel sad that I can’t see any friends or that I can’t work with them."


David, besucht die 7. Klasse:

"I work on the dining table. I have a pencil, my pencil case and the homework. I have a window in front of me. At 3 o´clock there is very much light from the sun. There´s a sofa on the left side from the table where my dogs sleep. Next week I will have my own table in my room.

Homeschooling is better than normal school because I´m my own boss. I can make breaks if I want. I can make my own time to learn. It´s a little bit bad because I can´t see my friends. I can sleep longer and can ask my parents for help. It´s cool to see what I can do when there is silence!"


Jonas Gebhard, besucht die 6. Klasse:

„Ich habe meinen Arbeitsplatz ins Esszimmer verlegt, der halbe Tisch gehört mir, zum Glück können wir ihn ausziehen, sodass wir trotzdem essen können. Ich habe eine wundervolle Aussicht auf ganz viele Felder, Wiesen und manchmal sogar Rehe, es ist einfach schön. Wenn ich es nicht mehr aushalte gehe ich meistens auf mein neues Trampolin. Es ist egal ob es Regnet oder windet ich springe trotzdem. Für jeden Tag habe ich einen Zeitplan wann ich Hausaufgaben mache: von 9 bis 10 Uhr dann habe ich eine Stunde Pause. Später geht es von 11 bis 12 Uhr wieder weiter. Dann gibt es noch eine Pause und das letzte Stück ist um 13 bis 14 Uhr, dann habe ich den Plan geschafft, aber wenn ich noch bisschen Lust habe etwas zu Zeichnen oder Malen, mache ich etwas für Kunst oder für mich selber. Ich habe auch eine kleine Stärkung neben mir, wenn mein Kopf kurz vor dem Platzen ist, dann kann ich etwas davon nehmen. Im Moment mache ich viel über den Computer oder das Handy, da ich viele E-Mails von meiner Lehrerin bekomme und beantworte.“


Selina Mayer, besucht die 10. Klasse:

„In der momentanen Situation stehe ich schon unter Druck und es macht mir auch Angst, denn es ist beklemmend nicht zu wissen wie es weitergeht, oder wann wir unter normalen Umständen weiterlernen können. Ich mache mir viele Gedanken über die Prüfung und trauere auch um die verlorene Schulzeit mit meiner Klasse. Es sind andere, schwierige Umstände unter denen wir uns vorbereiten müssen, dennoch versuche ich das beste aus der Situation zu machen und die Zeit sinnvoll zu nutzen, indem ich viel für die anstehenden Prüfungen lerne. Ich lerne für mich alleine, in meinem Zimmer, an meinem Schreibtisch. Dort habe ich meine gewünschte Atmosphäre und kann mich am besten auf das Wesentliche konzentrieren. Bevor ich anfange zu lernen mache ich mir Gedanken darüber, was ich lernen möchte. Ich setze mir ein bestimmtes Thema in jedem Hauptfach fest und eine bestimme Anzahl an Aufgaben welche ich dazu bearbeiten möchte. Dann arbeite ich Fach für Fach nacheinander ab. Mit dem Gedanken an meine Prüfung versuche ich natürlich immer das umzusetzen, was ich mir vorgenommen habe. Durch die Situation ist das zwar manchmal etwas kompliziert, dennoch klappt alles gut und ich erreiche meine Ziele am Ende des Tages ohne große Probleme. Ich habe mir einen geregelten Tagesablauf gemacht, um die Routine beizubehalten. Da es nun mal keine geregelten Anfangszeiten gibt, schlafe ich aus. Danach setze ich mich an meinen Schreibtisch und beginne zu lernen, da ich mich so am besten konzentrieren kann. Dann lerne ich, bis ich ein Fach fertig abgearbeitet habe und mache dann meine Pause. Danach lerne ich meist ununterbrochen weiter, wenn ich meine gewünschte Anzahl an Aufgaben erreicht habe, mache ich einfach noch mehr um die Zeit sinnvoll zu füllen. Gegen Nachmittag gehe ich dann zu meinen Pferden, da wir einen eigenen Stall haben und diese selbst versorgen müssen. Die Pferde sind dann meine Pause und Freizeit von den schulischen Dingen und geben mir ein Stück Normalität in meinem Alltag.“


Jonas Brehm, besucht die 6. Klasse:

„Mein Hauptarbeitsplatz ist unsere Küche, am Esstisch mit Blick auf den Hochblauen. Dort verbringe ich die Zeit, um meine Hausaufgaben zu erledigen. Oft sitzt auch mein kleiner Bruder Jannik gegenüber von mir und bearbeitet seine Hausaufgaben. Ich erarbeite lieber meine Aufgaben in der Küche, da ich dort nicht ganz alleine bin. Wenn ich alles erledigt habe, bleibt mir noch genügend Zeit, zum Werken oder Fahrradfahren. Radfahren gehe ich meistens mit meinem Cousin Max auch mal alleine. Oft schreibe ich auch meinen Freunden und Familienmitgliedern und frage, wie es ihnen geht. Für unsere zwei Hasen habe ich übrigens eine Aussichtsplatte gebaut, die werde ich jetzt in das Außengehege stellen.“